Alfons Pillach: Ein Anfang und kein Ende

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Canon in D-Dur von Johann Pachelbel

Canon in D-Dur von Johann Pachelbel und Sonnenuntergang auf der Bergehalde Lydia – Musik-Video

Ein Anfang und kein Ende

© Alfons Pillach

Das Jahresende eilt herbei,
doch ist die Jahreswende
nach der Silvesterknallerei
ein Anfang und kein Ende.

Dann wird die neue Jahreszahl
ein Jahr lang dich begleiten,
das Leben lässt dir keine Wahl:
Die Zukunft wird dich leiten.

Und wenn sie dir Gesundheit bringt,
lässt sich’s verdammt gut leben,
man muss dazu nicht unbedingt
auf Wolke sieben schweben.

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Zum Jahresausklang und zum Jahresbeginn und als Begleiter für das ganze Jahr gibt es ein zauberhaftes Musik-Video.

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Andere Dimension: Auf gut Glück

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Auf gut Glück
© Andere Dimension

Jahre kommen, Jahre rinnen,
Das letzte war mir einerlei,
Muss die Hoffnung weiterspinnen,
Dass das nächste anders sei.

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Alfons Pillach: Jahreswechsel

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Jahreswechsel
© Alfons Pillach

Das alte Jahr ist nun vorbei,
liegt in den letzten Zügen,
es konnte mancher Träumerei
mal wieder nicht genügen.

Bleib nächstes Jahr ein Optimist,
weil du dann voller Hoffnung bist.
Doch sei auch manchmal pessimistisch,
dann lebst du ziemlich realistisch.

Auch nächstes Jahr hat seine Launen,
wir werden wieder mächtig staunen,
was alles nächstes Jahr geschieht,
wenn es an uns vorüberzieht.

Wer sich in der Silvesternacht
zum neuen Jahr Gedanken macht,
der frage nicht den Kaffeesatz,
denn leider ist das für die Katz’!

Es zeigt auch nicht das Kartenlegen
die Richtung uns auf neuen Wegen.
Auch können wir nicht bei den Sternen
die Zukunft einfach kennenlernen.

Ach ja, so allerlei Orakel
zur Zukunft waren ein Debakel!
Es kommt mit jedem neuen Tag
das Schicksal, wie es kommen mag.

Was immer auch das Schicksal schafft,
du darfst dich nie ergeben,
du bist mit deiner Willenskraft
auch Herr über dein Leben.

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Alfons Pillach: Fragen am Silvestertag

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Fragen am Silvestertag
© Alfons Pillach

Wie wird das nächste Jahr wohl sein?
Quält mich vielleicht ein Nierenstein?
Erschlagen mich beim Joggen Blitze?
Verdampf’ ich in der Sommerhitze?
Haut’s mich bei überfrorner Nässe
mal wieder richtig auf die Fresse?
Ist nächstes Jahr vielleicht ein Hexer
und zaubert mir nen Lottosechser?
Bleib‘ ich der ewige Verlierer
und kriege wieder nur nen Vierer?
Den Trostpreis, den für Idioten,
mit wieder mal beschissnen Quoten!

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Alfons Pillach: Und wenn’s nur einen Herzschlag dauert

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Und wenn’s nur einen Herzschlag dauert
© Alfons Pillach

Wenn heut’ in der Silvesternacht
die Böller in den Straßen krachen,
und wenn bei Pyrotechnik-Pracht
die Menschen auf den Partys lachen,
dann feiert man das Jahresende.
Kommt nächstes Jahr die große Wende?

Das neue Jahr kann vieles bringen,
vielleicht wird Großes dir gelingen,
vielleicht bleibt alles, wie es ist,
vielleicht erlebst du auch nur Mist.
Nimm’s hin, du hast doch keine Wahl
und jammere nicht tausendmal.

Egal, ob traurig oder froh,
die Zeit vergeht doch sowieso.
Die Zeit entflieht dir, Stück für Stück,
genieße darum auch das Glück,
das oft in kleinen Dingen lauert,
und wenn’s nur einen Herzschlag dauert.

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Alfons Pillach: Begegnung zwischen Sommer und Herbst

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Spätsommer auf der Bergehalde Lydia

Spätsommerbunt

Begegnung zwischen Sommer und Herbst
© Alfons Pillach

Der Sommer stieg auf einen Berg
und sah hinunter auf sein Werk.
Wie stolz er war, weil alles blühte
und reifen Sommerglanz versprühte.
Der Sommer hatte seine Stirne
umkränzt mit Pfirsich, Apfel, Birne.
Wie blumenreich war sein Gewand,
mit dem er auf dem Berge stand.

Er war mit seinem Werk zufrieden,
und vollstes Glück war ihm beschieden.
Der Bauer hat sein Feld gemäht,
doch war die Zeit im Jahr schon spät,
sodass der Sommer schnell erkannte
den jungen Mann, der Herbst sich nannte.

Der Herbst trug üppig auf der Stirne
das Herbstlaub von dem Baum der Birne.
„Schau,“ sprach der Herbst zum Sommer, „schau,
die Abende sind nicht mehr lau,
die Tage werden langsam kälter,
und du, mein Freund, wirst immer älter.
Siehst du den Nebel dort im Tal?
Das ist mein Schleier, tausendmal
wird er mich bald begleiten,
frühherbstlich sind die Zeiten.
Verschwinde nun aus meinem Reiche,
ich mach’ dich sowieso zur Leiche.“

Der Sommer meinte mit Verdruss:
„Ich weiß, dass ich dir weichen muss,
dass du mein Zepter übernimmst
und rücksichtslos den Thron erklimmst.
Doch irgendwann, in ein paar Wochen,
kommt auch der Winter angekrochen,
mit Kälte, Schnee und Eis, dann sterbst
auch du, verdammter Herbst.“

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Foto: Spätsommer auf der Bergehalde Lydia, 21. August 2013

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Martina Lukits-Wally: Jede Jahreszeit

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Ich liebe jede Jahreszeit
© Martina Lukits-Wally

Ich liebe Wunder der Natur,
möcht‘ leben nach der Sonnenuhr,
ganz frei, getrieben nur vom Wind
und heiter lachen wie ein Kind,
begleitet nur vom Vogelsang
auf meinem schweren Lebensgang.

Ich liebe Frühlings Blütenpracht,
der warmen Sommersonne Macht,
ich liebe sattes Wiesengrün
und Wege, die durch Wälder führ’n,
den Bach, der rauschend singt sein Lied,
und fröhlich sing ich dieses mit.

Ich mag den Pilz im Birkenhain,
das Heidekraut am Ackerrain,
ich liebe Herbstes Farbenpracht,
wenn bunte Blätter fallen sacht,
und wünsch‘ mir unter wildem Wein,
ich möge immer glücklich sein.

Wenn Frost verzaubert Strauch und Baum,
und wie erstarrt sind Zeit und Raum,
dann lieb‘ ich Winters weißes Kleid.
Wenn auch am Ende meiner Zeit,
lieb‘ ich doch jede Jahreszeit!

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Stefan Pölt: Jahresring

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Jahresring
© Stefan Pölt

Noch ist das Jahr recht jung und kühl,
doch zeigen Pflanze und auch Tier
im ersten Frühlingshochgefühl
verstärkte Triebe – so wie wir.

Im Sommer brennt die Sonne dann
erbarmungslos auf das Quartier.
Die heiße Luft ist irgendwann
kurz vor dem Glühen – so wie wir.

Der Herbst besticht durch Farbenpracht,
bevor im laubigen Revier
die Bäume sich mit aller Macht
vollends entblättern – so wie wir.

Es kommt der Winter mit Gewalt,
verstreut die Flocken Schicht für Schicht.
Die weiße Decke liegt ganz kalt
und regungslos – wir aber nicht.

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Martina Lukits-Wally: Der Lauf der Zeit

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Der Lauf der Zeit
© Martina Lukits-Wally

Blumen sprießen,
Vögel zwitschern.
Es wird warm
im FRÜHLING.

Blumen blühen,
Vögel singen.
Es ist warm
im SOMMER.

Blumen welken,
Raben krächzen.
Es wird kalt
im HERBST.

Blumen sterben,
Vögel schweigen.
Es ist kalt
im WINTER.

Blumen sprießen, blühen,
welken, sterben.
Vögel zwitschern, singen,
krächzen, schweigen.
Es wird warm, es ist warm,
es wird kalt, es ist kalt
im LEBEN.

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Alfons Pillach: Mag weder Herbst noch Winter

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Mag weder Herbst noch Winter
© Alfons Pillach

Ich bin ein Mensch, der Wärme liebt,
mag weder Herbst noch Winter,
bin keiner, der den Schnee gern schiebt,
vielleicht erfreut das Kinder.

Natürlich bringt der Herbst den Wein,
mit Riesling und Burgunder,
doch brauch’ ich Sommersonnenschein,
des Sommers Blumenwunder.

Das Herbstlaub kann schön farbig sein,
doch bald schon ist’s so rostig,
und schließlich zieht der Winter ein,
dann wird es richtig frostig.

Und krallt der Winter sich hier fest,
verfluch’ ich kalte Füße,
die Nase läuft, gibt mir den Rest,
wie ich im Winter büße!

Der Winter ist mir eine Qual,
da friert’s mich an den Pfoten,
ich zähle schon der Tage Zahl
bis zu den Frühlingsboten.

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Alfons Pillach: Jahreszeiten

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Die vier Jahreszeiten
© Alfons Pillach

Frühling, Sommer, Herbst und Winter
sind des Jahres stolze Kinder.
Auf dem Jahreskarussell
zeigen sie ihr Naturell:

Frühling zeigt auf seine Art
eine Welt, noch frisch und zart.
Sommer bringt des Frühlings Tracht
zu gereifter Farbenpracht.

Herbst versetzt dem Sommer Narben
und er krönt das Spiel der Farben.
Winter stellt sich dann die Weichen
und er lässt die Welt erbleichen.

Alle vier sind sich getreu,
folgen jährlich sich aufs Neu,
zeigen, dass dem Erdenleben
steter Wandel ist gegeben.

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Martina Lukits-Wally: Monatsreigen

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Monatsreigen (Variation)
© Martina Lukits-Wally

Jänner

Verklungener Glockenklang –
verzauberter Winterwald –
verwandelte Flur.

Februar

Krächzender Rabenschrei –
kämpfendes Wolkengrau –
knospender Keim.

März

Klingendes Lerchenlied –
kosender Veilchenduft –
kommender Lenz.

April

Wärmendes Sonnenlicht –
werdender Blütentrieb –
wiegender Hauch.

Mai

Enthüllendes Himmelblau –
entfaltende Fliederpracht –
entfesselnder Mai.

Juni

Erblühender Lilienstern –
erglühendes Rosenrot –
ersehnende Zeit.

Juli

Freudiger Vogelsang –
flimmerndes Ährenfeld –
flammender Mohn.

August

Ruhendes Ackerland –
rauschender Birkenhain –
reifende Frucht.

September

Tragender wilder Wein –
taumelnder Schmetterling –
trennender Schmerz.

Oktober

Wirbelnder Farbenrausch –
welkende Dahlie –
weinender Wind.

November

Klagende Nebelfrau –
knarrendes Ästemeer –
knisterndes Laub.

Dezember

Verherrlichte stille Nacht –
vergoldeter Tannenbaum –
verflossenes Jahr.

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